Saab Aeronautics berichtet über Zeit und Kostenersparnis durch flexiblen Vorrichtungsbau
Die Dassault nEUROn ist ein von Dassault Aviation und einer Gruppe verschiedener europäischer Flugzeugbau-Unternehmen entwickeltes unbemanntes Kampfflugzeug.
Saab Aeronautics hat in diesem Konsortium die Aufgabe übernommen, die Rumpfmontage durchzuführen und entschied Sie sich dafür, die Delfoi Technologie für den flexiblen Vorrichtungsbau einzusetzen.
Besondere Ziele in diesem als Technologie-Demonstrator gedachten Projektes sind geringe Fertigungskosten sowie die Möglichkeit, schnell auch späte Änderungen des Produktdesigns ohne großen Aufwand im Vorrichtungsdesign anpassen zu können.
Die Prototypen Entwicklung im Flugzeugbau ist sehr kostspielig, speziell dann, wenn nur wenige Exemplare gefertigt werden sollen. Zurzeit ist es in der Industrie üblich geschweißte Stahlträger mit spezifischen Spannvorrichtungen zu verwenden. Dadurch wird sehr viel Zeit benötigt, sowohl für die Entwicklung, als auch für den Bau der Vorrichtung. Ein besonderer Nachteil ergibt sich daraus, dass diese spezifische Vorrichtung in vielen Fällen nicht wiederverwendet werden können.
Die Delfoi Technologie für den flexiblen Vorrichtungsbau ändert diese Situation. Wie mit einem IKEA Küchenplaner effizient Küchen geplant werden können, so können mit Boxjoint schnell komplette Vorrichtungen in der CAD Umgebung entwickelt werden. Ergänzt wird die Technologie durch verschiedene flexible Spannvorrichtungen, die auf das Boxjointgerüst geschraubt werden können.
Saab Aeronautics berichtet konkret folgende Einsparungen in Zeit und Kosten:
36% der Zeit konnte bei der Konstruktion gespart werden, da auf vorhandene Grundmodule aus dem Boxjoint Katalog und auf flexible Spannvorrichtungen zugegriffen wird. Speziell durch die Ersparnis von vielen aufwendigen 2D Skizzen ist sogar eine Ersparnis von bis zu 81% beobachtet worden.
Auch beim physikalischen Aufbau der Vorrichtung ist die Zeitersparnis immens. Da die Vorrichtung geschraubt und nicht geschweißt wird, beträgt die analysierte Zeitersparnis 58%. Die Festigkeit kann dabei durch spezielle Verschraubungseinheiten beliebig angepasst und mit einer FEM Berechnung abgesichert werden.
Die Hardware Komponenten sind etwas teurer im Vergleich zur konventionelle Technik, wobei speziell die flexible Spannvorrichtungen zu Buche schlagen. Wird die Zeitersparnis (siehe oben) berücksichtigt, ist aber die Gesamtkostenbilanz immer noch positiv.
Ein deutlicher Spareffekt tritt jedoch auf, wenn die Vorrichtung wieder verwendet wird, da dann nur noch die Ingenieursstunden anfallen. Die Kostenersparnis bei wieder verwendeten Vorrichtungen beträgt 74%.
Eine genaue Beschreibung des Projektes finden Sie unter:
Suomeksi
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